Stand 05.09.2017

Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln das Verhältnis zwischen dem Verlag und dem Auftraggeber bei der Erteilung und Abwicklung von Anzeigenaufträgen für von dem Verlag vermarktete Publikationen. Der Auftraggeber kann diese AGB jederzeit unter www.appetizer-magazin.de aufrufen, ausdrucken oder abspeichern.

1. Definitionen

1.1 „Verlag“ ist die Textquartier Düsseldorf GmbH, Wiesenstr. 21, 40549 Düsseldorf. Verlag ist das Unternehmen auch für jene Publikationen der Textquartier Düsseldorf GmbH, die ganz oder teilweise von Dritten produziert werden.

1.2 „Auftraggeber“ ist der Vertragspartner der Verlags, also ein Direktkunde oder eine Agentur.

1.3 „Direktkunde“ ist ein Auftraggeber, der zum Verlag im direkten Auftragsverhältnis steht. Das gilt auch dann, wenn ein Direktkunde von einer Agentur vertreten wird, die den Auftrag im Namen des Direktkunden abschließt (s. Satz 2.2).

1.4 „Agenturkunde“ ist ein Kunde, der nicht selber, sondern über eine Agentur Anzeigen bucht. Vertragspartner mit dem Verlag sowie Rechnungsempfänger ist die Agentur. Das Auftragsverhältnis läuft zweistufig (zwischen Verlag und Agentur sowie zwischen Agentur und Agenturkunde) ab. Die Zusammenarbeit und Preisgestaltung zwischen Agentur und Agenturkunde liegt außerhalb des Geschäftsverhältnisses mit dem Verlag.

1.5 „Agentur“ ist ein Auftraggeber, der stellvertretend für einen Agenturkunden einen Anzeigenauftrag mit dem Verlag abschließt und dabei auch als Rechnungsempfänger fungiert.

1.6 „Anzeigenauftrag“ im Sinne dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist der Vertrag über die Veröffentlichung einer oder mehrerer Anzeigen eines Werbungtreibenden oder sonstiger Inserenten in einer Publikation zum Zweck der Verbreitung.

1.7 „Publikation“ ist in der Regel eine Zeitschrift des Verlags, umfasst aber auch deren digitale Verbreitung als E-Paper und/oder PDF.

1.8 „Preisliste“ ist gleichbedeutend mit den „Mediadaten“ der jeweiligen Publikation bzw. des jeweiligen Publikationssegments. Einem Anzeigenauftrag liegt die jeweils aktuelle Preisliste zugrunde. Die aktuelle Preisliste ist unter www.appetizer-magazin.de/mediadaten zu finden.

1.9 „Advertorials“ sind Anzeigen, die redaktionell aufgemacht sind. Sie umfassen das komplette Feld des Native Advertising und sind mit redaktionellen Anzeigen, PR-Anzeigen, Adverticle, Publireportage oder ähnlichen Begriffen gleichzusetzen. Auch Sonderformen in den Publikationen des Verlags (z. B. das Gewinnspiel-Special) werden in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter dem Begriff Advertorial zusammengefasst.

2. Vertragsabschluss

2.1 Bei einem Anzeigenauftrag kommt ein Vertrag (soweit nicht individuell anders vereinbart) durch Abdruck der Anzeige (bei mehreren Anzeigen der ersten Anzeige) oder durch eine Bestätigung des Auftrags vom Verlag in Textform zustande.

2.2 Sollte ein Direktkunde durch eine Agentur vertreten werden, so ist spätestens bei der Buchung in Textform ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass der Auftrag im Namen des Direktkunden und auf dessen Rechnung erfolgen soll. Unterbleibt ein rechtzeitiger Hinweis, gilt der Vertrag als mit Wirkung für und gegen die Agentur abgeschlossen (s. § 164 Abs. 2 BGB). Der Verlag ist berechtigt, von der Agentur einen Mandatsnachweis zu verlangen.

2.3 Es obliegt dem Auftraggeber, den Inhalt der in Auftrag gegebenen Anzeige im Hinblick auf seine wettbewerbsrechtliche, marken- oder urheberrechtliche Zulässigkeit zu prüfen. Sofern der Verlag von Dritten wegen Verletzung solcher Vorschriften in Anspruch genommen wird, stellt der Auftraggeber den Verlag von einer Haftung frei.

2.4 Die durch den Verlag gestalteten Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages weiterverarbeitet werden.

2.5 Konkurrenzausschluss wird vom Verlag nicht gewährt.

2.6 Wird ein Auftrag aus Umständen nicht erfüllt, die der Verlag nicht zu vertreten hat, so hat der Auftraggeber, unbeschadet etwaiger weiterer Rechtspflichten, den Unterschied zwischen dem gewährten und dem der tatsächlichen Abnahme entsprechenden Nachlass dem Verlag zu erstatten (Rabattnachbelastung). Die Erstattung entfällt, wenn die Nichterfüllung auf höherer Gewalt im Risikobereich des Verlages beruht.

2.7 Aufträge für Anzeigen und Fremdbeilagen, die erklärtermaßen ausschließlich in bestimmten Nummern, bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Plätzen der Publikation veröffentlicht werden sollen, müssen so rechtzeitig beim Verlag eingehen, dass dem Auftraggeber noch vor Anzeigenschluss mitgeteilt werden kann, wenn der Auftrag auf diese Weise nicht auszuführen ist. Rubrizierte Anzeigen werden in der jeweiligen Rubrik abgedruckt, ohne dass dies der ausdrücklichen Vereinbarung bedarf.

2.8 Der in der aktuellen Preisliste genannte Anzeigenschluss ist der letztmögliche Termin, um von der vereinbarten Veröffentlichung einer Anzeige zurückzutreten.

3. Veröffentlichungsfristen

3.1 Anzeigen sind im Zweifel zur Veröffentlichung innerhalb 12 Monate nach Vertragsabschluss abzurufen. Ist im Rahmen eines Abschlusses das Recht zum Abruf einzelner Anzeigen eingeräumt, so ist der Auftrag innerhalb 12 Monate seit Erscheinen der ersten Anzeige abzuwickeln, sofern die erste Anzeige innerhalb der unter Satz 2.1 genannten Frist abgerufen und veröffentlicht wird.

3.2 Bei Abschlüssen ist der Auftraggeber berechtigt, innerhalb der vereinbarten bzw. der in unter Satz 3.1 genannten Frist auch über die im Auftrag genannte Anzeigenmenge hinaus weitere Anzeigen abzurufen.

4. Rabattierung und Provisionen

4.1 Soweit nicht ausdrücklich anders ausgewiesen, bezieht sich die Malstaffel in den Preislisten auf die Schaltungen für einen Werbungtreibenden je Insertionsjahr.

4.2 Rabatte werden, mit Ausnahme von Satz 4.3, nicht gewährt für Werbungtreibende, die für andere Werbungtreibende Anzeigenaufträge erteilen, um eine gemeinsame Rabattierung zu beanspruchen.

4.3 Wird für konzernverbundene Unternehmen eine gemeinsame Rabattierung („Konzernrabatt“) beansprucht, ist der schriftliche Nachweis der Konzernzugehörigkeit, wie unter Satz

4.4 genannt, erforderlich. Konzernverbundene Unternehmen im Sinne dieser Bestimmung sind Unternehmen, zwischen denen eine kapitalmäßige Beteiligung von mindestens 50 Prozent besteht. Der Konzernrabatt muss spätestens bei Vertragsabschluss geltend gemacht werden. Eine spätere Geltendmachung wird nicht rückwirkend anerkannt. Konzernrabatte bedürfen in jedem Fall der ausdrücklichen Bestätigung in Textform durch den Verlag. Konzernrabatte werden nur für die Dauer der Konzernzugehörigkeit gewährt; der Verlag behält sich vor, zu Unrecht gewährte Rabatte auch nachträglich zurückzufordern. Die Beendigung der Konzernzugehörigkeit ist unverzüglich anzuzeigen; mit der Beendigung der Konzernzugehörigkeit endet auch die Konzernrabattierung. 4.4 Soll für eine Rabattierung der Konzernstatus nachgewiesen werden, dann muss dies bis zum Vertragsabschluss schriftlich erfolgt sein. Der Nachweis erfolgt bei Kapitalgesellschaften durch Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers oder durch Vorlage des letzten Geschäftsberichtes, bei Personengesellschaften durch Vorlage eines Handelsregisterauszuges.

4.5 Soweit die Gewährung einer AE-Provision nicht ausgeschlossen ist, wird für alle Aufträge, die über eine Werbeagentur erteilt werden, eine Vermittlungsgebühr von 15% auf die Netto-Rechnungsumme (nach Abzug aller Rabatte) ohne Mehrwertsteuer vergütet. Ausgenommen davon sind Setup-Gebühren, technische Kosten sowie Vergünstigungen für Kreativleistungen (z. B. FürRedaktionskosten bei Advertorials). AE-Provision wird nur wie in der Preisliste angegeben gewährt.

4.6 Der Anspruch von Agenturen auf eine AE-Provision erlischt bei Nichteinhaltung der vereinbarten Zahlungsfrist.

4.7 Der Verlag behält sich das Recht vor, in einzelnen Vereinbarungen mit Agenturen und Direktkunden von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und den Preislisten abzuweichen. Dies gilt besonders dann, wenn über den Kauf von Anzeigenpaketen Vereinbarungen abgeschlossen werden. Der Verlag behält sich vor, im Rahmen solcher Vereinbarungen Agenturen den Wiederverkauf von Anzeigenplätzen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu gestatten. Ein Anspruch auf Abschluss einer solchen Vereinbarung besteht nicht. Darüber hinaus behält sich der Verlag das Recht vor, einer Agentur auch solche Rabatte oder Nachlässe einzuräumen, die unabhängig von dem einzelnen Anzeigenauftrag bzw. Werbungtreibenden sind.

5. Advertorials

5.1 Aufträge für Advertorials müssen mindestens eine Woche vor Anzeigenschluss (siehe Preisliste) eingehen, damit diese für die jeweilige Publikation und Ausgabe berücksichtigt werden können. Gleiches gilt auch für sämtliche für die Advertorials benötigten Materialien. Kann die Frist nicht eingehalten werden, behält sich der Verlag vor, die Advertorials in eine der folgenden Ausgaben zu verschieben oder den Auftrag abzulehnen bzw. aufzulösen.

5.2 Sämtliche Bildmaterialien für Advertorials werden, sofern nicht anders vereinbart, vollständig vom Anzeigenkunden gestellt. Das Bildmaterial muss in einer für den Druck ausreichenden Qualität vorliegen. Bestandteil des Auftrags sind die Druckvorgaben durch den Verlag.

5.3 Für die Erstellung des textlichen Inhalts benötigt der Verlag vom Auftraggeber fristgerecht ausreichend Infomaterialien, damit der Auftrag ausgeführt werden kann. Alle für den Text benötigten Infomaterialien sind textlich an den Verlag zu übermitteln.

5.4 Die für die Erstellung berechneten Redaktionskosten beinhalten bis zu drei Korrekturdurchläufe.

5.5 Für Leistungen, die den vorgegebenen Umfang übersteigen (z. B. fotografische Arbeiten, mehrere Korrekturdurchläufe oder andere vom Auftraggeber geforderten Aufgaben an den Verlag oder dessen Partner) stellt der Verlag zusätzliche Kosten in Höhe von 40 Euro pro Stunde in Rechnung.

6. Anzeigenveröffentlichung

6.1 Anzeigen, die aufgrund ihrer redaktionellen Gestaltung nicht als Anzeigen erkennbar sind, werden als solche vom Verlag mit dem Wort “Anzeige” deutlich kenntlich gemacht.

6.2 Bei Anzeigen kleiner als 1/1 behält sich der Verlag vor, Anzeigen gegebenenfalls gebündelt nebeneinander zu platzieren.

7. Ablehnungsrecht

7.1 Der Verlag behält sich vor, Anzeigenaufträge – auch einzelne Abrufe im Rahmen eines Abschlusses – und Beilagenaufträge wegen des Inhalts, der Herkunft oder der technischen Form nach einheitlichen, sachlich gerechtfertigten Grundsätzen des Verlages abzulehnen, wenn deren Inhalt gegen Gesetze oder behördliche Bestimmungen verstößt oder deren Veröffentlichung für den Verlag unzumutbar ist. Dies gilt auch für Aufträge, die bei Geschäftsstellen, Annahmestellen oder Vertretern aufgegeben werden.

7.2 Beilagenaufträge sind für den Verlag erst nach Vorlage eines Musters der Beilage und deren Billigung bindend. Beilagen, die durch Format oder Aufmachung beim Leser den Eindruck eines Bestandteils der Zeitung oder Zeitschrift erwecken oder Fremdanzeigen enthalten, werden nicht angenommen.

7.3 Die Ablehnung eines Auftrages wird dem Auftraggeber unverzüglich mitgeteilt.

8. Druckdaten

8.1 Die Druckunterlagen für eine Anzeige müssen spätestens zum Druckunterlagenschluss (siehe Preisliste) in einwandfreiem und verwendbaren Zustand beim Verlag eintreffen. Anzeigen auf den Umschlagseiten müssen mindestens drei Tage vor Druckunterlagenschluss eintreffen.

8.2 Werden die unter Satz 8.1 genannten Fristen nicht eingehalten, ist nicht gewährleistet, dass die Anzeigen in der geplanten Publikation und Ausgabe abgedruckt werden können. In diesem Fall behält sich der Verlag vor, die Anzeigen in eine spätere Ausgabe zu verschieben oder den Auftrag abzubrechen.

8.3 Für die rechtzeitige Lieferung des Anzeigentextes und einwandfreier Druckunterlagen oder der Beilagen ist der Auftraggeber verantwortlich. Für erkennbar ungeeignete oder beschädigte Druckunterlagen fordert der Verlag unverzüglich Ersatz an.

8.4 Der Verlag gewährleistet die für den belegten Titel übliche Druckqualität im Rahmen der durch die Druckunterlagen gegebenen Möglichkeiten.

8.5 Sind keine besonderen Größenvorschriften angegeben, so wird die nach Art der Anzeige übliche, tatsächliche Abdruckhöhe der Berechnung zugrunde gelegt. 8.6 Probeabzüge werden nur auf ausdrücklichen Wunsch geliefert. Der Auftraggeber trägt die Verantwortung für die Richtigkeit der zurückgesandten Probeabzüge. Der Verlag berücksichtigt alle Fehlerkorrekturen, die ihm innerhalb der bei der Übersendung des Probeabzuges gesetzten Frist mitgeteilt werden.

8.7 Kosten für die Anfertigung bestellter Druckstöcke, Matrizen und Zeichnungen sowie für vom Auftraggeber gewünschte oder zu vertretende erhebliche Änderungen ursprünglich vereinbarter Ausführungen hat der Auftraggeber zu tragen.

8.8 Matrizen werden nur auf besonderer Anforderung an den Auftraggeber zurückgesandt. Die Pflicht zur Aufbewahrung endet drei Monate nach Ablauf des Auftrages.

9. Mängel

9.1 Der Auftraggeber hat bei ganz oder teilweise unleserlichem, unrichtigem oder bei unvollständigem Abdruck der Anzeige Anspruch auf Zahlungsminderung oder eine einwandfreie Ersatzanzeige, aber nur in dem Ausmaß, in dem der Zweck der Anzeige beeinträchtigt wurde. Lässt der Verlag eine ihm hierfür gestellte angemessene Frist verstreichen oder ist die Ersatzanzeige erneut nicht einwandfrei, so hat der Auftraggeber ein Recht auf Zahlungsminderung oder Rückgängigmachung des Auftrages.

9.2 Schadenersatzansprüche außerhalb der Haftung für Sach- und Rechtsmängel kann der Auftraggeber gegenüber dem Verlag nur bei Vorsatz oder grob fahrlässigem Verhalten geltend machen. Der Haftungsausschluss gilt nicht bei der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Außer bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit und Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit ist die Haftung des Verlages der Höhe nach auf die bei Vertragsschluss typischerweise vorhersehbaren Schäden begrenzt.

10. Zahlungen

10.1 Die Rechnung ist innerhalb der aus der Preisliste ersichtlichen, vom Empfang der Rechnung an laufenden Frist zu bezahlen, sofern nicht im einzelnen Fall eine andere Zahlungsfrist oder Vorauszahlung vereinbart ist. Etwaige Nachlässe (Skonto) für vorzeitige Zahlung werden nach der Preisliste gewährt.

10.2 Der Verlag behält sich vor, Rechnungen in elektronischer Form (PDF) per E-Mail-Versand zuzustellen.

10.3 Für Aufträge von mehreren Anzeigen werden zu den jeweiligen Veröffentlichungen Teilrechnungen verschickt.

10.4 Bei Zahlungsverzug oder Stundung werden Zinsen sowie die Einziehungskosten berechnet. Der Verlag kann bei Zahlungsverzug die weitere Ausführung des laufenden Auftrages bis zur Bezahlung zurückstellen und für die restlichen Anzeigen Vorauszahlung verlangen.

10.5 Bei Vorliegen begründeter Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Auftraggebers ist der Verlag berechtigt, auch während der Laufzeit eines Anzeigenabschlusses das Erscheinen weiterer Anzeigen ohne Rücksicht auf ein ursprünglich vereinbartes Zahlungsziel von der Vorauszahlung des Betrages und von dem Ausgleich offenstehender Rechnungsbeträge abhängig zu machen.

11. Anzeigenbeleg

Der Verlag liefert auf Wunsch einen Anzeigenbeleg. Je nach Art und Umfang des Anzeigenauftrages werden Anzeigenausschnitte, Belegseiten oder vollständige Belegnummern geliefert. Kann ein Beleg nicht mehr beschafft werden, so tritt an seine Stelle eine rechtsverbindliche Bescheinigung des Verlages über die Veröffentlichung und Verbreitung der Anzeige.

12. Auflagenminderung

Aus einer Auflagenminderung kann der Auftraggeber bei einem Abschluss über mehrere Anzeigen einen Anspruch auf Preisminderung in Anspruch nehmen, wenn im Gesamtdurchschnitt des mit der ersten Anzeige beginnenden Insertionsjahres die in der Preisliste oder auf andere Weise genannte durchschnittliche verbreitete Auflage unterschritten wird. Eine Auflagenminderung ist nur dann ein zur Preisminderung berechtigter Mangel, wenn sie

  • bei einer Auflage bis zu 50.000 Exemplaren 20%,
  • bei einer Auflage bis zu 100.000 Exemplaren 15%,
  • bei einer Auflage bis zu 500.000 Exemplaren 10%,
  • bei einer Auflage über 500.000 Exemplaren 5% beträgt.

Darüber hinaus sind bei Abschlüssen Preisminderungsansprüche ausgeschlossen, wenn der Verlag dem Auftraggeber von dem Absinken der Auflage so rechtzeitig Kenntnis gegeben hat, dass dieser vor Erscheinen der Anzeige vom Vertrag zurücktreten konnte. Der Verlag behält sich das Recht vor, unter Bekanntgabe berechtigter Gründe, Publikation gänzlich einzustellen. Tritt ein solcher Fall ein, erstattet der Verlag dem Auftraggeber sämtliche gebuchte, bezahlte, aber bis dato noch nicht veröffentlichte Anzeigenabschlüsse. Schadenersatzansprüche kann der Auftraggeber gegenüber dem Verlag nicht geltend machen.

13. Schlussbestimmungen

13.1 Änderungen der AGB werden dem Auftraggeber textlich mitgeteilt. Sie gelten als vom Auftraggeber genehmigt, sofern dieser nicht binnen vier Wochen nach der Mitteilung schriftlich widerspricht.

13.2 Erfüllungsort ist der Sitz des Verlages.

13.3 Im Geschäftsverkehr mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder bei öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist bei Klagen Gerichtsstand der Sitz des Verlages. Soweit Ansprüche des Verlages nicht im Mahnverfahren geltend gemacht werden, bestimmt sich der Gerichtsstand bei Nicht-Kaufleuten nach deren Wohnsitz.

13.4 Ist der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt des Auftraggebers, auch bei Nicht-Kaufleuten, im Zeitpunkt der Klageerhebung unbekannt oder hat der Auftraggeber nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt aus dem Geltungsbereich des Gesetzes verlegt, ist als Gerichtsstand der Sitz des Verlages vereinbart.

13.5 Bei der Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt.